Die Linkspartei.PDS
Fraktion im Landtag Sachsen-Anhalt
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Die Linkspartei.PDS: Von "Spardruck" war in den Haushaltsberatungen nicht die Rede - es trifft ja die Kommunen

Zum Abschluss der Haushaltsberatungen im Finanzausschuss erklärt die finanzpol. Sprecherin der Fraktion Dr. Angelika Klein:

"Angesichts der gegenwärtig sprudelnden Steuereinnahmen war von Spardruck bei den Haushaltsberatungen wenig zu spüren.
Warum auch? Gespart wird im kommenden Jahr bei den Kommunen.

Die Einsparungen des Landes über den Schuldenabbau hinaus halten sich in Grenzen. Die Ministerien sollen im Laufe des kommenden Jahr 28 Mio. Euro einsparen, doch das ist im Vergleich zu den Kürzungen bei den Zuweisungen an die Kommunen marginal, zumal die Haushaltberatungen gezeigt haben, dass es genügend Spielräume für Einsparungen gibt.

Weitere angekündigte Sparmaßnahmen fielen regelrecht aus. Ein Personalkonzept soll nun erst im März 2007 vorgelegt werden. Das Chaos in der Immobilienverwaltung wird durch die beabsichtigten Strukturveränderungen bei den Finanzämtern und Gerichten noch verstärkt. Landesimmobilien werden leergezogen
und bleiben leer, wie beispielsweise im Falle des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation. Andererseits wachsen die Kosten für Mieten und Bewirtschaftung.

Ein glatter Verstoß gegen die Koalitionsvereinbarung ist die nun sichtbar gewordene Aufteilung der EU-Gelder. Laut Koalitionsvereinbarung sollten diese zu 70 % in den Europäischen Fond für Regionalentwicklung und zu 30 % in den 
Europäischen Sozialfond gehen. Die neuen Zahlen zeigen, dass für Programme aus dem Europäischen Sozialfond nur noch 15 % übrigbleiben.

Die Linkspartei.PDS bleibt dabei, dass die nun durch die Mehrheiten im Finanzausschuss beschlossene Kürzung der Finanzzuweisungen an die Kommunen dem Verfassungsauftrag des Landes widerspricht, den Kommunen angemessene Finanzen zur Erfüllung ihrer Aufgaben zu Verfügung zu stellen (Artikel 88 der Landesverfassung)."

Magdeburg, 30. November 2006


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