Die Linkspartei.PDS:
Energiemonopole sind teuer, nicht der Windkraftstrom
Zur aktuellen Diskussion um Strompreise und Windkraft erklärt
die energiepol. Sprecherin der Fraktion Angelika Hunger:
"Sachsen-Anhalt sollte sich eigentlich freuen, als drittbester Windnutzer
in Deutschland einen deutlichen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz
zu leisten.
Sicher muss dieser Strom in das Netz eingespeist werden und sicher ist auch
schon längere Zeit bekannt, dass dafür das Netz ausgebaut werden
muss.
Ganz sicher ist aber auch, dass dieser Ausbau nur sehr zögerlich vorangegangen
ist und in der vergangenen Zeit die wenigen großen Netzbetreiber durch
überhöhte Netzentgelte ein erkleckliches Sümmchen dafür
auf der hohen Kante haben.
Und auch ganz sicher übersteigt dies die Summe, die nun für den
Ausbau aufgewendet werden soll. Das wird schon aus den Kürzungen für
die Netznutzungsentgelte durch die Bundesnetzagentur deutlich.
Die Ausbaukosten auf alle Schultern zu verteilen, ist sicher ein richtiger
Gedanke, der auch in Berlin noch weiter unterstützt werden sollte. Er
scheint aber nur wirklich durchsetzbar, wenn die Verfügung über
die Netze in eine, möglichst öffentliche Hand kommt.
Auch eine baldige Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im
Sinne von angepasster Förderung ist denkbar. Das darf aber weder die
Nutzungsbedingungen für erneuerbare Energien grundlegend behindern noch
die Vormachtstellung der vier großen Energiemonopole mit ihren entsprechenden
Profiten weiter festigen."