Fraktion DIE LINKE: Erneute Verwirrung um
Spielbanken - Verkauf wird abgelehnt
Zur Absicht von Landesregierung und Koalition, die Spielbanken des
Landes zu verkaufen, erklärt der Abgeordnete Gerald Grünert:
„Erneut zeichnet sich eine unendliche Geschichte im Lande ab – wieder einmal
geht es um den Verkauf der landeseigenen Spielbanken. Die Koalitionsvereinbarung
trifft dazu klare Aussagen, eine Privatisierung soll nicht stattfinden. Und
dabei soll es für DIE LINKE auch bleiben, schon deshalb, weil Privatisierungsfolgen
für Nutznießer wie Verbände, Vereine usw. derzeit überhaupt
nicht absehbar sind.
Vor Jahresfrist war die Angelegenheit schon einmal Thema im Landtag, und bereits
damals erklärte DIE LINKE, es mache keinen Sinn, wenn der Landtag sich
einerseits für die Aufrechterhaltung des staatlichen Wettmonopols ausspricht,
andererseits bezüglich der Spielbanken jedoch die Privatisierung anstrebt.
Neue Erkenntnisse sind der Fraktion nicht zugänglich, daher bleibt es
bei der ablehnenden Position der LINKEN hinsichtlich eines Verkaufs.
Ein Staatsmonopol auch bei den Spielbanken macht unverändert Sinn. Die
Spielbanken, der Staatsvertrag über das Glückspielwesen oder die
Oddset-Sportwetten haben ein wesentliches inhaltliches Ziel, nämlich
die Bekämpfung von Spiel- und Wettsucht, den Schutz der Spieler vor
betrügerischen Machenschaften seitens der Wettanbieter sowie den Schutz
vor irreführender Werbung. Und daran hat sich nichts geändert.
DIE LINKE fordert die Landesregierung auf, umgehend die zuständigen
Landtagsausschüsse über ihre Absichten und ihr geplantes Vorgehen
in Sachen Spielbanken zu informieren, etwaige Gutachten oder andere Entscheidungsgrundlagen
inbegriffen. “
Magdeburg, 31. März 2008
+++ Pressesprecher: Dr. Thomas Drzisga (v.i.S.d.P.)
+++ fon: 0391 / 560
5004 +++ mobil: 0171 / 22 300 35 +++ fax: 0391 / 560 5028 +++ mail: drzisga@dielinke.lt.sachsen-anhalt.de
oder drzisga@gmx.de +++