Fraktion DIE LINKE: Welches Ziel verfolgt
der Innenminister mit seiner Information an den Untersuchungsausschuss?
Zur heute herausgegebenen Pressemitteilung 141/2008 des Ministeriums
des Innern bemerkt die rechts- und innenpol. Sprecherin der Fraktion Gudrun
Tiedge:
„Die heutige Erklärung aus dem Ministerium des Innern ist dazu angetan,
Verwunderung und Beunruhigung hervorzurufen. Eine inhaltliche Bewertung des
Dargestellten sollte aus Sicht der Fraktion der LINKEN dem 10. Parlamentarischen
Untersuchungsausschuss vorbehalten bleiben, hier werden wir dem Beispiel
des Ministeriums nicht Folge leisten.
Ungeachtet dessen werden Fragen aufgeworfen, deren Beantwortung der Öffentlichkeit
ebenso wenig vorenthalten werden sollte wie der Inhalt der Presseerklärung
des Ministeriums selbst.
Zunächst - wie hält es der Minister mit seiner Fürsorgepflicht
gegenüber allen Polizeibeamtinnen und -beamten des Landes? In der Presseerklärung
ist „Einer der drei früheren Staatsschutzbeamten …“ Gegenstand, was
ist mit den beiden anderen? Die Fraktion der LINKEN erachtet es als wenig
seriös und verantwortungsbewusst, wenn hier gleich drei Polizeibeamte
unter Generalverdacht gestellt werden sollen.
Und weiter - wieso hält es das Ministerium für angemessen, das
Dargestellte über den Weg einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit
zu bringen? Verfügen der Minister und die Polizeiführung des Landes
über keinerlei andere Möglichkeiten der Klärung von Unklarheiten,
wenn schon in besagter Pressemitteilung der Schluss gezogen wird: „Der Vorfall
ist beunruhigend.“?
Viele Fragen, viele Ungereimtheiten - und über allem die Frage: Welches
Ziel wird mit dieser Presserklärung verfolgt? Ist es eine Fortsetzung
der Kette von Versuchen, drei ehemalige Staatsschutzbeamte in ein schlechtes
Licht rücken zu wollen?
Die Fraktion der LINKEN wird sich an solchen oder anderen Spekulationen
nicht beteiligen, die Angelegenheit wurde in den Untersuchungsausschuss getragen,
und dort allein muss und wird sie nun Gegenstand sein.“
Magdeburg, 12. Juni 2008
+++ Pressesprecher: Dr. Thomas Drzisga (v.i.S.d.P.)
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