Fraktion DIE LINKE: Ministerpräsidenten
lassen beim Rundfunkrecht vieles im Unklaren
Zu den heute beschlossenen Eckpunkten zum 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag,
auf die sich die Ministerpräsidenten verständigten, erklärt
Stefan Gebhardt, medienpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Landtag
von Sachsen-Anhalt:
„Die heute beschlossenen Eckpunkte lassen weiterhin vieles offen und im
Unklaren, was die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten im Internet
dürfen und was nicht.
Besonders deutlich wird die Unklarheit bei dem Versuch, die Sparte Unterhaltung
weitestgehend aus dem Netz fern zu halten. Hier wurde eine Art Negativliste
zu dem erstellt, was ARD und ZDF im Internet nicht anbieten dürften.
Andererseits ist der Begriff Unterhaltung aber nicht definiert und kann durchaus
sendungsbezogen sein.
Grundsätzlich scheint aber erkennbar, dass die Ministerpräsidenten
gewillt sind, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk sehr enge und starre
Grenzen im Netz setzen zu wollen. Positive Ausnahme ist hier die gefundene
Lösung, dass die bisher vorgeschriebene finanzielle Begrenzung der Online-Aktivitäten
von ARD und ZDF künftig der Vergangenheit angehören wird.“
Magdeburg, 12. Juni 2008
+++ Pressesprecher: Dr. Thomas Drzisga (v.i.S.d.P.)
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