Fraktion DIE LINKE: Klimaschutzkonferenz
in Poznan erfüllte bestenfalls Minimalerwartungen
Zu der am Samstag in Poznan beendeten Klimaschutzkonferenz erklärt
der umweltpolitische Sprecher der Fraktion André Lüderitz:
„Das Ergebnis, sofern es überhaupt eines gab, blieb weit hinter dem
zurück, was erwartet wurde und was zu tun unbedingt notwendig wäre.
Angesichts der hoffnungsvollen Zeichen aus den USA und den Schwellenländern
hätte in der Tat mit einem zukunftsträchtigen Ergebnis gerechnet
werden müssen. Wenn sich nicht einmal die Industrieländer auf weitere
Verhandlungsschritte zur Senkung ihrer Emissionen einigen konnten, was darf
dann erst von den Schwellenländern erwartet werden?
Erklärungen und Zustimmungen, im Zuge des Klimawandels die Erwärmung
und Emissionen zu begrenzen, gab es immer wieder, aber welche Konsequenzen
sich daraus für einzelne Länder ableiten sollten, das blieb weiterhin
unklar. Gerade die Industrieländer taten sich schwer mit verbindlichen
Zusagen z. B. bei der Reduktion der Treibhausgase.
In diesem Sinne wäre auch zu hinterfragen, inwiefern die von den Regierungschefs
unter anderem beschlossenen Subventionen für den Neubau und den Betrieb
von Kohlekraftwerken nicht eine Investition in die Vergangenheit ist.
Zur Ausgestaltung des Anpassungsfonds für die Entwicklungsländer
sind zwar Verfahrensfragen verabredet worden, aber eine Bereitschaft zur
finanziellen Aufbesserung dieses Fonds gab es seitens der Industrieländer
nicht. So driften auch hier Wort und Tat weit auseinander.“
Magdeburg, 16. Dezember 2008
+++ Pressesprecher: Dr. Thomas Drzisga (v.i.S.d.P.)
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