DIE LINKE. Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt
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Fraktion DIE LINKE: Kritik an Polizeistrukturreform nicht aussitzen

Zur jetzt öffentlich gewordenen Kritik an der Polizeistrukturreform in Sachsen-Anhalt erklärt die innen- und rechtspol. Sprecherin der Fraktion Gudrun Tiedge:

„Die Vorwürfe der Generalstaatsanwaltschaft in Sachen Polizeistrukturreform wiegen schwer und sollten schnell zu greifbaren Konsequenzen führen, wenn sie sich als stichhaltig erweisen.

Bereits im April diesen Jahres war von den Polizeigewerkschaften massive Kritik an der Reform geübt worden. Für DIE LINKE war dies Anlass genug, den Innenausschuss des Landtages mit der Angelegenheit zu befassen. Vom Innenministerium wurde im Ausschuss dargelegt, dass zu grundlegender Kritik an der Polizeistrukturreform keinerlei Veranlassung bestünde. Man solle doch vielmehr zunächst abwarten, es werde nach einem Jahr eine Evaluation der Reform geben.

Es wäre aus Sicht der LINKEN wohl das mindeste, diese Evaluation vorzuziehen, um wenigsten produktiv mit der Kritik der Generalstaatsanwaltschaft umgehen zu können.

Völlig unverständlich ist das derzeitige Agieren auf Ministerialebene. Der Innenminister behauptet, den Bericht nicht zu kennen, der Staatssekretär im Justizministerium sagt, die Ministerin habe ihren Kollegen informiert, zudem gebe es eine gemeinsame Arbeitsgruppe beider Häuser, die auch schon getagt habe.

Da erscheint es mehr als seltsam, wenn der Innenminister von all dem nichts wissen will.

DIE LINKE fordert von der Landesregierung die umgehende Information des Innenausschusses und vor allem der Öffentlichkeit zu den Vorwürfen selbst und zu möglichen und zu erwartenden Schlussfolgerungen und Konsequenzen - der Versuch des Aussitzens sollte sich im Interesse der öffentlichen Sicherheit von selbst verbieten.

Dies ist die Landesregierung vor allem den Polizistinnen und Polizisten des Landes schuldig, die ohnehin unter oftmals schwierigen Bedingungen mit viel Engagement ihren Dienst versehen. Hier sollte sich der Innenminister in der Pflicht sehen.“

Magdeburg, 17. Dezember 2008

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